BUNDjugend  
Vegetarisch!? Können wir!

Vegetarisch – na klar!

Klimaschutz, Ressourcenschonung,Gesundheit, Gerechtigkeit…
Es gibt viele Gründe vegetarisch oder auch vegan zu essen.
Als Jugendorganisation, die sich dem Naturschutz und der Umweltbildung verschrieben hat, positionieren wir uns klar für eine klimafreundliche, globalgerechte, umweltfreundliche und natürlich auch gesunde Ernährung.

Wir positionieren uns gegen Massentierhaltung, denn diese Art der Fleischproduktion zielt darauf ab, Fleisch so kostengünstig und schnell wie möglich zu erzeugen. Auf das Tierwohl wird nur sehr wenig bis gar keine Rücksicht genommen. Damit sich Krankheiten und Tierseuchen, die aufgrund der gedrängten Haltung stark begünstigt werden, nicht ausbreiten, werden zusätzlich mit dem Futter Antibiotika verabreicht. Und so gelangen mit der Gülle, die als Dünger auf die Felder gebracht wird, geraume Mengen von Nährstoffen, Hormonen und Medikamenten in die Gewässer und schädigen somit die im Wasser lebenden Pflanzen und Tiere und verunreinigen das Grundwasser. Es entstehen  große lokale Umweltprobleme, wie die Trinkwasserbelastung durch Nitrate oder Überdüngung der Gewässer, die bis zum Artensterben in den Meeren führen können.

Die industrielle Fleischproduktion ist oft mit globaler Ausbeutung verbunden, was  ungerecht ist: Ein sehr großer Anteil der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche, wird für den Futtermittelanbau (z.B. Soja) und Weideland für Fleischexporte benötigt, anstatt dass die lokale Bevölkerung selbständig auf eigenem Land ihre Lebensmittel produzieren kann. Es werden auch große Waldflächen gerodet, um dort Soja anzubauen. In wasserarmen Ländern führt die Bewässerung dieser Felder oft zu Wassermangel für die lokale Bevölkerung. Unser wachsender Hunger nach Fleisch führt somit zu massiven Umweltzerstörungen und dazu, dass Menschen in vielen Ländern gezwungen werden, teure importierte Lebensmittel zu kaufen, anstatt sie unabhängig produzieren zu können.

Den Klimawandel treibt bestimmt nicht die einzelne Kuh an, mit ihren Methanausscheidungen – aber wenn man das Methan aller Kühe aus der Massentierhaltung weltweit zusammenrechnet, spielt das eine große Rolle bei der Klimaerwärmung, denn Methan trägt 23-fach stärker zur Klimaerwärmung bei als
Kohlenstoffdioxid. Ungefähr die Hälfte der menschlich verursachten Methanemissionen kommt aus der Landwirtschaft. Und weil die Menschen auf der ganzen Welt mehr und mehr Fleisch essen wollen, ist die Methankonzentration in der Atmosphäre seit 1900 um rund hundert Prozent gestiegen.

Wenn man die Kosten aller Umweltschäden aus der industriellen Tierhaltung zusammenrechnet, ist das Billighühnchen eigentlich ganz schön teuer. Es zahlen nur die Menschen der nächsten Generation und ärmere Menschen in anderen Ländern. Es gibt auch weitere Argumente aus der Tierethik und Gesundheitsforschung. Gerne diskutieren wir auf unseren Veranstaltungen dazu mit euch!

Und was denken wir uns dabei?

Da wir diese Tendenzen nicht unterstützen wollen und lieber Alternativen aufzeigen möchten, haben wir uns entschieden, auf unseren Veranstaltungen größtenteils vegetarisch zu kochen. Damit wollen wir nicht den lokalen Biofleischbauern boykottieren, sonden vor allem Alternativen zum gedankenlosen Fleischkonsum aus industrieller Produktion aufzeigen. Dass das unheimlich lecker werden kann, kannst du auf unseren Veranstaltungen selbst ausprobieren!